Radeln entlang der Fließe und in historischen Gärten
Weil den Teufel beim Pflügen mit einem Ochsengespann die Wut packte, die Ochsen waren müde und schlapp geworden und zogen nicht mehr, warf er seine Mütze fort. Das erschrak die Tiere dermaßen, dass sie wie wild, den Pflug hinter sich her ziehend, davon stoben. Das bewirkte dann die Vielzahl der verzweigten Wasserarme.
Dass die Geologen eine andere Erklärung für die Entstehung des Spreewaldes haben, kann man sich ja denken. Die letzte Eiszeit, und das Versanden des Spreebeckens, was die gewaltigen Wassermassen der Spree dazu bewegte fingerartig auseinander zu strömen, sollen die Entstehung der Fließe und damit des Spreewaldes bewirkt haben. Welche Erklärung die richtige ist, darüber kann man gewiss streiten. Wie dem auch sei, wir genießen eine einmalige Naturlandschaft, die eine Harmonie aus Wald, Wiesen, Äckern und Teichen und natürlich den vielen Fließen darstellt.
Die zweite Region unserer Radreise ist eine andere Welt. Wir befinden uns im Herzen der märkischen Seenplatte, am Scharmützelsee. In dieser wunderschönen Naturlandschaft verbringen wir zwei beschauliche Tage, ehe wir unsere Räder Richtung Norden lenken und eintauchen in Preußens schönstes Gewand.
Potsdam bedeutet: vergessene Bilder wieder auferstehen lassen. Für den, der Potsdam besucht hat, für den wird Potsdam nicht irgendeine Stadt sein. Potsdam ist ein einzigartiges Ensemble aus den Prachtbauten der Hohenzollern Könige, eingebettet in ausgedehnte Parks verschiedener Stilepochen. Und das alles umrahmt von einer wunderschönen Landschaft. Die Tage in Potsdam stehen im Zeichen der Schlösser und Gärten, die wir von kompetenter Seite erklärt bekommen. Jedoch das Radfahren kommt nicht zu kurz, denn die meisten Denkmäler aus Preußens Glanz und Gloria liegen an unserer Radroute.
Alle drei Gebiete sind unterschiedlich. Wir werden mit den Rädern ganz nah dran sein und intensiv teilhaben an diesen Kostbarkeiten. Freuen wir uns auf eine abwechslungsreiche Radelwoche.
Wie gewohnt, bewegen wir uns hauptsächlich abseits der Autostraßen auf befahrbaren Wald- und Feldwegen bzw. auf Radwegen und Nebenstraßen. Das tägliche Radelpensum liegt im allgemeinen zwischen 40 und 60 Kilometer. Die Strecke ist leicht zu fahren. Sie verläuft -biss auf die Rauener Berge, (s.4. Tag) flach auf durchweg guten Wegen.
Unser Begleitbus, der für die Unterwegsversorgung und eventuell fürs Mitfahren zuständig ist, befindet sich stets in der Nähe der Radelgruppe. Beim geplanten Picknick ist er ebenfalls unverzichtbar.
Für die verdiente Erholung werden gute Hotels (drei verschiedene) sorgen, in denen wir auch in der Regel unser Abendessen mit Vor- und Nachspeise einnehmen werden.
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