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7.Tag: Tangermünde - Rogätz

Wieder wartet ein schöner Weg  – dieses Mal entlang eines alten Elbearmes, mit Blick auf Tangermünde – an diesem Morgen auf die Radler und macht die Tour zum Kloster Jerichow zum reinsten Vergnügen.

Das Kloster in Jerichow wurde im 12. Jh. gegründet und die Prämonstraten (ein Reformorden der Augustiner Chorherren) bewohnten es. Die bewegte Geschichte des imposanten Klosterbaues wird uns während einer Führung näher gebracht.

Die letzten Radelkilometer durch das Storchenparadies liegen vor uns. Die ebene Strecke des Elberadweges, die Blicke in die Elbauen und die vielen kleinen Dörfer beschwingen uns und leicht geht es dahin. Wenn ich darf, dann möchte ich nochmals ein Erlebnis meiner Erkundung im Frühjahr kundtun, bei dem natürlich ein Storch der Hauptakteur ist.

Der freundliche Adebar von Bittkau

Der große Storch ist dabei, sein Nest herzurichten. Ein Prachtexemplar, fast zu groß für das Nest, wie es scheint. Es stört ihn nicht, wenn ich ganz nah an seine Wohnung herantrete, um ihn gut bei seiner Arbeit beobachten zu können. Auch die Autos, die ab und an unter seinem Storchennest durchfahren, beeinträchtigen seine ruhige Tätigkeit nicht. Viele Pausen legt er ein und putzt immer wieder sein prächtiges Gefieder. Eine Frau zu finden – wahrscheinlich hat er schon eine – dürfte bei ihm keine Schwierigkeit sein. Ja, der Kreislauf des Lebens beginnt von vorne. Hochzeit feiern, fleißig das Gelege bebrüten, die Jungen füttern und aufziehen, dann die Flugschule für die Kleinen eröffnen und schon ist es wieder August, und es heißt: „Auf Wiedersehen, schöne Elbe, wir müssen in den Süden ziehen“. Ich möchte ihm noch nachrufen: „Komm im nächsten Frühjahr bitte wieder zurück und erfreue uns!“. Tiere in der Natur zu erleben ist wunderschön, sie sind frei und wenn wir ihre Freunde sind, zeigen sie sich in ihrer ganzen Pracht.

Übrigens hat mein Storch genug vom Frühjahrsputz; er ist auf „Tauchstation“ gegangen und ruht sich aus. Ist schon in Ordnung. Er sammelt Kräfte für alles, was kommt.

Der Bahnhof des kleinen Ortes Mahlwinkel ist schon die Abschiedsstation dieser Tour. Denn hier werden die Räder von ihren Besitzern getrennt und erst in der Heimat gibt es ein Wiedersehen. Per Zug geht es nach Magdeburg hinein und bevor die eigentliche Heimreise beginnt, ist bestimmt noch Zeit, etwas von Magdeburg zu sehen.

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