Neustadt-Glewe - Heiddorf
An diesem Morgen lenken wir unsere Räder zunächst nach Ludwigslust. Das barocke Schloss und vor allem der dazugehörige Schlossgarten sind ein erstes lohnendes Tagesziel. Kein geringerer als Peter Josef Lenne, der große Gartenbaumeister der Preußen, hat den Schlossgarten in der Mitte des 19. Jh. umgestaltet. Es ist ein richtiger Landschaftspark geworden, dessen Größe es erforderlich macht, ihn per Rad zu erkunden. Natürlich werden wir dabei von einem fachkundigen Begleiter ins Bild gesetzt. Zuvor jedoch gibt es Aufklärung in Sachen Schlosshistorie. Unter anderem wird uns verraten, dass die mecklenburgischen Herzöge über Jahre hier ihren Hauptsitz hatten und damit Ludwigslust zur Residenzstadt erhoben.
Nach so vielem neuen Wissen tut es gut, wieder in die Pedalen treten zu dürfen. Beschwingt radeln wir dahin, denn unser Ziel ist die Elde-Wasserstraße und die Aussicht auf ein leckeres Picknick beschleunigt ungewollt die Beine. Nach der Stärkung in freier Natur, in der es immer am besten schmeckt, radeln wir weiter in Richtung unserer heutigen Bleibe. Im Kalißer Wald gönnen wir uns am „Reuterstein“ eine kleine Pause. An dieser Stelle soll einst der mecklenburgische Erzähler Fritz Reuter in Begleitung seines Hundes gestanden haben und sich gefragt haben, welcher Weg wohl der richtige sei. Ob Reuter, er war gerade aus seiner Dömitzer Festungshaft entlassen worden, seinen weiteren Lebensweg meinte und vieles andere, die Festung und Umgebung betreffend, werden wir am morgigen Tag bei unserem Besuch in der Festung erfahren.
| Zurück: 1. Tag: Schwerin - Neustadt-Glewe | Weiter: 3. Tag: Heiddorf - Hitzacker und retour |
Home