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3. Tag: Graal-Müritz über Güstrow zum Müritznationalpark

Unsere heutige Radeltour führt Richtung Osten und damit weg von der Ostsee. Allen, die sich nur schwer von der Küste trennen können, sei gesagt, dass die Landstriche der Mecklenburger Seenlandschaft nicht minder reizvoll sind.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Bahnhof in Rövershagen. Wir geben die Räder in die Obhut des Begleitfahrzeuges und besteigen den Zug nach Güstrow. Hervorzuheben aus dieser sehenswerten Stadt ist der Dom -mit Barlachs bekanntesten Werk: dem schwebenden Engel- ,das Güstrower Schloß und sicher die Gertrudenkapelle. Ein eindrucksvoller, stiller Ort mit Stücken des großen Künstlers.

Am frühen Nachmittag kehren wir zum Güstrower Bahnhof zurück und reisen per Bahn nach Waren an der Müritz. Ab hier treten wieder die Beine in Aktion und wir radeln entlang der Binnenmüritz zunächst nach Klink. Wenn von der Müritz gesprochen wird, dann ist der See gemeint. Er ist mit 117 Quadratkilometern nach dem Bodensee der zweitgrößte in Deutschland. Die Slawen, die hier ab dem 6. Jahrhundert siedelten nannten den See “morce” und das bedeutet soviel wie kleines Meer. Diese Bezeichnung trifft durchaus zu, denn bei unserer weiteren Fahrt, immer in der Nähe des Westufers der Müritz, wird uns die Weite des “Kleinen Meeres” bewusst. Mit Röbel, der Ort liegt malerisch in einer von der Müritz abgeschiedenen Bucht, haben wir unser heutiges Ziel erreicht. Nur der Radweg trennt unser Hotel vom Wasser der Müritz.

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