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3. Tag: Zum Wilseder Berg und nach Schneverdingen

Sozusagen im Kernland der Heide verläuft unsere heutige Radtour. Per Bus geht es zunächst nach Bispingen und dann weiter per Rad nach Wilsede bzw. Döhle. Alle Heidebesucher tun es, und da wollen wir auch keine Ausnahme sein. Die Räder zur Seite stellen und einen Leiterwagen besteigen ist die Devise. Wir begeben uns in die Obhut eines Pferdekutschers und schauen entspannt in die blühende Heide und überlassen den Pferden die Vorwärtsarbeit.

Rauf zum Wilseder Berg, immerhin 168 Meter hoch, das müssen wir allerdings mit eigener Kraft schaffen. Vom Ort Wilsede ist es überhaupt nicht schwer. Berg ist übrigens nicht korrekt, denn den Gletschern der Eiszeit gefiel es, hier einen Hügel zu arrangieren, und dann nennt man so einen Berg Endmoräne. Kurz vor Wilsede kommen wir noch an „Hannibals Grab“ vorbei. Zu dieser Wacholder- und Steingruppe gibt es eine kleine Geschichte, die zum Heidemaler Eugen Bracht führt. Auf dessen Türkeireise im Jahre 1893 malte der Künstler das Grab von Hannibal (karthagischer Feldherr). Bei einer Ausstellung des Bildes in Hannover meinten einige Besucher, das Bild hätte genauso gut in der Heide, nämlich hier in der Nähe von Wilsede, entstanden sein können. Zweifel, ob der Maler wirklich am Grabe von Hannibal gewesen wäre, kamen auf und hielten sich hartnäckig.

Heideflächen ungeahnten Ausmaßes in lieblich welliger Landschaft wartet auf uns Radler bei der Weiterfahrt in Richtung Niederhaverbeck und Schneverdingen. Zu diesem Heidebild gehören natürlich auch die Heidschnuckenherden, denen wir sicher begegnen. Und schon, nachdem wir unserem Gemüt mit den Schneverdinger Heideflächen noch einen weiteren Leckerbissen dieser Tour bieten durften, sind die Tage in der Heide vorbei. Jedoch, vielleicht als kleinen Trost, haben wir Radler viele Bilder der Heide im Kopf, die bestimmt haften bleiben werden.

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