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1. Tag: Von Tostedt nach Heiligenthal

Am nordwestlichen Rande der Heide, am Tostedter Bahnhof, soll unsere Radtour gegen 9.15 Uhr beginnen. Nach kurzer Radelfahrt in Richtung Wilseder Berg erreichen wir das beschauliche Büsenbachtal und erfreuen uns an dem genialen Ensemble. Denn ein von Birken gesäumtes Bächlein, das ohne weiteres mit einem großen Schritt überquert werden könnte, schlängelt sich im Tal dahin. An den Flanken des Tales? Natürlich: Blühende Heide! Ein sehr schönes und harmonisches Bild. Der Wilseder Berg bleibt heute rechts liegen, den heben wir uns für den dritten Tag auf, und radeln direkt zum Heidedorf Döhle. Dort ist eine Mittagseinkehr geplant.

Weiter in östliche Richtung verläuft unsere Radeltour, bis wir schließlich das Mühlenhotel in Heiligenthal erreichen. Einen Ort, bzw. einen Bewohner des Ortes, den wir gleich nach der Mittagszeit durchfahren, wollen wir besonders erwähnen. Herr Bode, der Heidepastor aus Egestorf, ist mit dem Naturschutz in der Lüneburger Heide eng verbunden. Der Seelsorger war festes Mitglied der Gemeinde und stand dort fast 40 Jahre auf der Kanzel der Dorfkirche. Der Erhalt der einzigartigen Kulturlandschaft rund um den Wilseder Berg lag dem Pastor sehr am Herzen. So konnte er 1906 einen Münsteraner Professor zum Kauf des Totengrundes bewegen. Weiterhin gelang es ihm, im Jahre 1909 den Verein Naturschutzpark zu gründen, dessen Ziel sein sollte, die typischen mitteleuropäischen Landschaften zu erhalten. Mit Kaiser Wilhelm II. hatte der Verein einen einflussreichen Mann an seiner Seite. Ein Jahr nach der Gründung des Naturschutzparks begann der Verein mit Aufkäufen um den Wilseder Berg. Die 50.000 Goldmark, die der Kaiser spendierte, kamen da wie gerufen.

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