In Nachbarschaft mit den "Vögeln des Glücks"
Auf diese Radtour müssen wir bis zum Herbst warten, denn wir haben uns nach ihren Hauptakteuren zu richten. Es sind die Kraniche, genauer gesagt die Graukraniche, denen wir auf der Tour begegnen möchten — und diese ziehen im Herbst in Scharen vom kälter werdenden Skandinavien ins Wärme versprechende Südeuropa bzw. Nordafrika. Ohne Zwischenstopps ist solch eine weite Reise nicht zu schaffen. Es ist überhaupt kein Wunder, dass sie gerade an der Ostseeküste und im brandenburgischen Wasserland rund um Linum ihr Reisetempo drosseln und die Landung vorbereiten. Es sind Landschaften mit einer wunderbaren intakten Natur, und alles, was die Tiere benötigen, finden sie hier.
Die Kraniche finden auf den abgeernteten Feldern (oft Mais) reichlich Nahrung und in den angrenzenden seichten Wasserstellen sichere Schlafplätze für die Nacht. So können sie in Ruhe Energie auftanken, um für die vielen Kilometer, die noch vor ihnen liegen, gewappnet zu sein.
Die beiden Rastgebiete der „Vögel des Glücks“ haben wir in eine Radtour eingebunden. Vor Ort werden wir sicher einiges über diese wunderbaren Tiere lernen. Die Bezeichnung Vögel des Glücks geht übrigens auf die Rückkehr der Vögel im Frühjahr in ihre Brutgebiete in Skandinavien zurück. Nach dem langen und dunklen Winter ist ihre Rückkehr gleichbedeutend mit der Rückkehr des Frühlings. Helligkeit und damit Glück lässt den Winter vergessen.
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