6. Tag: Von Riesa über Meißen nach Wildberg
Per Fähre gelangen wir auf die andere Elbeseite, und wir dürfen uns auf einen besonders schönen Abschnitt dieser Radreise freuen. Denn floss die Elbe bisher in einer flachen Wiesen- und Auenlandschaft dahin, so wird das „Stromtal” jetzt schmaler, und links und rechts des Wasserlaufes sind Hügel und kleine Berge zu sehen. Ab Schloss Seußlitz sieht man Weinstöcke auf den Hügeln und die Autostraße, die hier in Richtung Meißen verläuft, trägt den Namen ”Sächsische Weinstraße”. Gaststätten, die zur Weinprobe locken, und Weingüter unterwegs lassen keinen Zweifel: Wir sind in einem Weinanbaugebiet. Sächsischer Wein. Wohl etwas für Kenner, denn er ist nicht gerade süß. Es lässt sich herrlich leicht radeln auf dem schönen Weg, und dem Auge wird viel geboten. Im schon angesprochenen Seußlitz machen wir bei dem Schloss einen Stopp. Der schöne Barockgarten und das Schloss laden zum Besuch. Mit dem Blick auf die imposante Albrechtsburg, hoch oben auf der linkselbischen Seite gelegen, kündigt sich das Mittagsziel der heutigen Reise an. Wir sind in Meißen und nehmen uns Zeit für eine individuelle Besichtigungstour rund um den Meißener Marktplatz. Die Gruppe trifft sich dann vor der Albrechtsburg, um während einer Führung Näheres über sie zu erfahren. Nicht ganz freiwillig – August der Starke hielt ihn hier gefangen – gelang es einem gewissen Johann Friedrich Böttger, das sogenannte „Weiße Gold“ herzustellen. Man schrieb das Jahr 1710, als die berühmte Meißener Porzellan-Manufaktur in der Albrechtsburg ihre Arbeit aufnahm.
Leichte 15 Kilometer, weil immer in der Elbnähe und auf sehr guten Grund geradelt wird, erwarten uns Radler am Nachmittag. Dann ist Wildberg, vor den Toren von Dresden gelegen erreicht. Wir bewohnen ein sehr schönes Landhotel, das aus einem ehemaligen Bauernhof entstanden ist.
| Zurück: 5. Tag: Von Torgau nach Riesa | Weiter: 7. Tag: In Dresden und per Rad zum Schloss Pillnitz |
Home