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4. Tag: Von Rheinsberg zum Stechlinsee und zurück nach Rheinsberg

Bekannt geworden ist Rheinsberg, unser Wohnort für zwei Nächte, natürlich durch sein Schloss und seinen berühmten einstigen Bewohner, den Kronprinzen Friedrich. Wir radeln jedoch an diesem Morgen am Schloss vorbei – die Führung gibt es morgen – um auf die andere Seite des Rheinsberger Sees zu gelangen. Denn hier, in der Nähe des Obelisken, hat man den schönsten Blick auf das Schloss und den Park.

Der Obelisk ist vielleicht die größte Rheinsberger Sehenswürdigkeit. Prinz Heinrich ließ ihn um das Jahr 1792 herum zum Andenken an seinen Bruder Prinz August Wilhelm errichten. Zu Ehren kommen auch die preußischen Helden des Siebenjährigen Krieges und weitere Preußen, „die es durch ihre Tapferkeit und Einsicht verdient haben, dass man sich ihrer erinnert.“ Zu diesem Zweck sind insgesamt 28 Medaillons, jedes mit dem Namen eines Gehuldigten und dessen Charakterbeschreibung (Mut usw.) versehen, am Obelisken angebracht. Prinz Heinrich, der Langzeitherr des Rheinsberger Schlosses, traf die Auswahl der Geehrten. Sein königlicher Bruder, Friedrich der Große, ist nicht dabei.

Richtung Norden, entlang des Rheinsberger Sees, entlang des gr. Pälitzsees und durch die weiten Wälder der Rheinsberger Forst geht unsere Reise zum waldumsäumten Stechlinsee. Neuglobsow am Stechlin ist unser Ziel. Unglaublich still muss es hier gewesen sein, als Fontane den See entdeckte und umwanderte. Mit seinem Roman „Der Stechlin“ machte Fontane den See unsterblich. Doch, wir lesen mal bei Fallada nach, der im zarten Kindesalter von 10 Jahren mit seinen Eltern und Geschwistern vor 100 Jahren in Neuglobsow einige Ferientage verbrachte. Er schreibt in seinem Buch: „Damals bei uns Daheim“ unter anderem das Folgende: „Es war das Verlassenste, Einsamste, Schönste, was man sich nur denken konnte. Auf schmalen Fußpfaden war an seinen Ufern Stunde um Stunde zu gehen, ohne je einen Menschen zu treffen, auf Spuren menschlicher Ansiedlung zu treffen.“ Diejenigen, die Sommerfrische suchen, haben stark zugenommen, aber geblieben ist die traumhafte Natur mit den wunderschönen Uferwegen um den See. Davon wollen wir uns bei unserer Tour entlang des Stechlins überzeugen. Muße und Zeit wollen wir uns dabei nehmen, denn so einen See findet man schließlich nicht alle Tage. Am Nachmittag geht es dann auf einem anderen Weg – durch den Menzer Forst – wieder zurück nach Rheinsberg.

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