Die Berliner Runde
Am Brandenburger Tor, nur einen Steinwurf vom Reichstagsgebäude entfernt, wo die Geschicke unseres Volkes gelenkt werden und der Hauch der Geschichte nicht zu übersehen ist (Preußens Glanz und Gloria), steigen wir auf unsere Drahtesel und werden später feststellen, dass es sich ganz gut mitten in Berlin radeln lässt. Wir radeln dabei auf Wegen, die zum Berliner „Mauerradweg“ gehören und stehen oft fassungslos dem Geschehen der jüngsten deutschen Geschichte gegenüber. Kaum aus Berlin heraus, wird sich jedoch unser Gemüt aufheitern, denn vor uns liegen das Barnimer Land und die Grafschaft Ruppin, die Heimat des großen deutschen Erzählers Theodor Fontane. Genau wie ihn wird auch uns die Seenzauberlandschaft in ihren Bann ziehen. Die preußische Vergangenheit, die an vielen Stellen noch deutlich erlebbar ist, bereichert die Radtour und macht sie sehr abwechslungsreich.
Die Zutaten für die Hauptsache – das entspannte Radeln – sind hier besonders üppig ausgefallen: fast nur sehr gut zu befahrende Wege, meist weit weg vom Straßenverkehr, und die wunderschönen, stillen Landschaften mit den vielen idyllischen Waldseen, die nicht enden wollen. Der letzte Radeltag führt dann abermals durch Berlin und wieder kann ich gute, oft grüne Wege versprechen. Am Brandenburger Tor schließt sich dann der Kreis, und was uns Menschen noch bis zum Ende der 80-iger Jahre als unmöglich erschien, ist Wirklichkeit geworden: Wir radeln durchs Brandenburger Tor!
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